Kehlkopf Chirurgie

Kehlkopf Chirurgie

Kehlkopferkrankungen beim Pferd sind sehr verbreitet und betreffen bis zu 17% der Pferde.

Beim Kehlkopfpfeifer-Syndrom (auch Hemiplegia laryngis, Roarer, Recurrent Laryngeal Neuropathy (RLN) genannt) handelt es sich um eine Erkrankung des recurrens-Nerven, der den Kehlkopfmuskel innerviert. Durch eine Degeneration des Nerven ist die von ihm innervierte Muskulatur gelähmt und das Pferd kann seinen Kehlkopf nicht mehr vollständig öffnen. Die Krankheit tritt meist einseitig auf (fast immer links) und deshalb spricht man auch von einer Hemiplegia laryngis, also einer halbseitigen Kehlkopflähmung.

In Ruhe bekommt das Pferd meist genug Luft, aber während der Arbeit kann der erhöhte Unterdruck im Kehlkopfbereich den Knorpel auf der gelähmten Seite „flattern“ lassen, was zum typischen Kehlkopfpfeifer-„Ton“ führt. Der Knorpel kann sogar komplett „angesaugt werden“ und zu einem Verschluss der Luftröhre führen, sodass das Pferd Erstickungs-Symptome zeigt und seine Leistung nicht mehr erbringen kann.

Die Methoden von Dr. Rossignol aus Paris, durch dessen Arbeit sich der Blick auf den Erfolg der gängigen Operationen verändert hat, sind äußerst gefragt: Stehende Kehlkopfpfeiferoperation (Laryngoplastik nach Marks) und Nerv-Transplantationen. Als Assistent von Dr. Rossignol hat Dr. Brandenberger diese Operationsverfahren erlernt. Sie erlauben eine individuelle Abstimmung auf den Patienten.

1. Laryngoplastik nach Marks – die klassische Kehlkopfpfeiferoperation. Dabei wird der gelähmte Muskel mit einer fixen Prothese ersetzt und somit der Kehlkopf auf der operierten Seite permanent geöffnet/fixiert.

Diese Operation wird traditionell im Liegen unter Vollnarkose durchgeführt, kann aber in der Tierklinik Wiedaugrund auch im Stehen angeboten werden. Falls diese Operation – bei entsprechendem Charakter des Pferdes – mit der Technik von Dr. Rossignol im Stehen durchgeführt wird, vermeidet sie die in bis zu 1% der Fälle tödlichen Risiken einer Vollnarkose beim Pferd. Dieses Risiko der Vollnarkose ist allen Pferdebesitzern bewusst und eine mögliche Vermeidung der Vollnarkose daher äußerst gefragt. Ein weiterer Vorteil der stehenden OP ist, dass die Prothese punktgenau an die Ansprüche des Pferdes angepasst und die Öffnung des Knorpels mittels Endoskopie zeitgleich überprüft werden kann.

Zudem wird die Stimmfaltenoperation mittels Laser durchgeführt und somit die hässliche „Ton-OP“-Wunde am Hals komplett vermieden. Das Pferd geht mit einer einzigen und sauber vernähten Wunde nach Hause.

Die Kehlkopf-OP im Stehen wird nur von wenigen Chirurgen in der Welt angeboten und ist eine Neuheit in Deutschland.

2. Die neu entwickelte modifizierte Nerv-Transplantations-Operation für Kehlkopflähmungen führt post-operativ zu deutlich weniger Komplikationen und wird als die Zukunft für die Behandlung dieser Krankheit angesehen. Die Operation wird ganz klassisch in Allgemeinnarkose und Seitenlage durchgeführt, da es sich um eine hochspezifische mikrochirurgische Nerventransplantations-Operation handelt. Das Prinzip basiert auf einem natürlichen Ansatz: Anstatt den gelähmten Muskel mit einer Prothese zu ersetzen, wird ein neuer Nerv in den Muskel eingesetzt, um den kranken Nerven zu unterstützen und den (partiell) gelähmten Muskel wieder aufzubauen.

Diese Operation hat eine noch bessere Prognose, wenn das Pferd im frühen Krankheitsstadium operiert wird: Je weniger der Muskel betroffen ist, desto besser kann der Nerv einwachsen und die Funktion des Muskels steuern.

Wir arbeiten eng zusammen mit Dr. Fabrice Rossignol aus der Pferdeklinik in Grosbois, Paris, der bei uns auch operiert (u.a. Gelenksarthrodesen (Gelenksversteifungen), Re-tieback, schwere Osteosynthesen und komplexe Arthroskopien).

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, falls Sie Fragen haben zu Ton-OPs oder auch allgemein zu Atemwegserkrankungen beim Pferd (z.B. chronisches Husten, Leistungsabfall, Nasensausfluss).
Sie können Dr. Brandenberger unter der Nummer 0151 70 88 39 15 direkt erreichen.

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